Seute Deern

by admin | Feb. 18, 2025

Seute Deern Bremerhaven – eine maritime Legende.

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Seute Deern Bremerhaven

Bremerhaven ist mehr als nur ein Hafen. Einer der schönsten Anblicke war die letzte Holzbark Seute Deern, die mitten in der Stadt ihren Liegeplatz in einem historischen Bereich mitten in der Stadt fand. Ein ehrwürdiger Anblick sind die alten Windjammer auf den Meeren, von denen eine ganze Reihe in Bremerhavener Werften gebaut wurden.

Unter anderem wurde das größte Kreuzfahrtschiff, die Fünfmastbark „Preußen“, in Bremerhaven gebaut. Dort, wo heute die Seute Deern lag, legte 1830 das erste Segelschiff an, das Bremerhaven anlief. Es war die „Draper“ unter dem Kommando von Kapitän Hiller.

Die Seute Deern unter vollen Segeln

Zeitzeugen berichten: Der Laderaum mit seiner ausgeprägten Bar bot Platz für 250 Personen und war auch der richtige Ort, um gut zu essen und ein Gläschen zu trinken. Tragisch und bemerkenswert zugleich ist die Geschichte dieses letzten Zeugen aus der Zeit, als eiserne Seefahrer auf Holzschiffen die Weltmeere befuhren und auch das wilde und gefürchtete Kap Horn umsegelten. In 40 Jahren hat die Bark viermal die Flagge gewechselt.

Seute Deern Bremerhaven

Als die Amerikaner sie 1919 in Gulfport bauten, mussten sie einen ganzen Wald abholzen, um das Holz für die damalige „Elizabeth Bandi“ zu gewinnen. Niemand, der in den Ruheräumen der Seute Deern verweilte, konnte die tragischen Ereignisse sehen, die die Geschichte des Holzseglers ausmachten.

Die erste Fahrt der Seute Deern

Die erste Reise war vom Unglück verfolgt. Die für Brasilien bestimmte Holzfracht kam nie an. Die Besatzung kämpfte Tag und Nacht gegen das eindringende Wasser – außerdem waren außer dem Kapitän nur zehn Matrosen an Bord. Die Reise wurde abgebrochen. Auf den Barbados-Inseln wurden die Sturmschäden am Schiff repariert und auch das Wetter besserte sich. Nach einiger Zeit nimmt der Windjammer wieder Kurs auf Brasilien.

Der Schrecken ging weiter. Eines Morgens verschwand der Kapitän spurlos. Es wird berichtet, dass bei einer späteren Reparatur die sterblichen Überreste des vermissten Kapitäns in einer unzugänglichen Ecke des Schiffes gefunden wurden. Die Besatzung ist entsetzt. Steuermann und Mannschaft verlassen fluchtartig den Viermast-Gaffelschoner „Elizabeth Bandi“ vor einer Antilleninsel.

Der Reeder, der erst Wochen später davon erfährt, schickt eine nagelneue Mannschaft, die im dritten Anlauf Brasilien erreicht. Auf der anschließenden Reise von der amerikanischen Ostküste zu den Westindischen Inseln passierte das Unglück erneut.

Das marode Holz der Seute Deern

Das Schiff macht Wasser, und die Männer an Bord stehen ununterbrochen an den Pumpen. Langsam bricht unter ihnen Panik aus, und der Kapitän kann sie nur noch mit vorgehaltener Pistole an den Pumpen halten. Es kommt zur Meuterei, die der Kapitän brutal niederschlagen muss. Nur so kann er die Westindischen Inseln und seinen Zielhafen erreichen. Das Pech verfolgt auch die späteren Reeder der „Elizabeth Bandi“.

Als das Schiff in der Ostsee unter finnischer Flagge fährt, ändert sich das. 1931 wechselte die „Elizabeth“ sowohl die Flagge als auch den Namen. An der Gaffel wehte nun die weiße Flagge mit dem finnischen Himmelskreuz, und der Name „Bandi“ wurde einfach auf den Bug geschrieben.

Die Seute Deern in Hamburg

Sieben Jahre lang war die „Bandi“ auf der Ostsee unterwegs. Dann wehte am Mast die Flagge der Hamburger Reederei Essberger. Am Bug prangte nun der Name Seute Deern. Bei Blohm & Voss wurde das Segelschiff zur Bark umgebaut und verschiedene andere Veränderungen an dem Hochseesegler vorgenommen. Von nun an sollte sie als Ausbildungsschiff für junge Seeleute dienen.

Noch einmal erlebte die „Seute Deern“ glorreiche Tage, als sie 1939 bei der Kieler Woche als Siegerin hervorging. Das Ende des glücklichen Segelschiffes schien mit dem Zweiten Weltkrieg gekommen zu sein.

Die Seute Deern in Emden

In Emden erlebte die Bark ihre traurigste Zeit. Zu fünfzig Prozent ausgeplündert und verrottet lag sie auf dem Grund des Hafens. Der Eigner der „Seute Deern“ kaufte das desolate Wrack. Hans Richartz und viele Freunde der Seefahrt verwandelten die „Seute Deern“ 1964 in eine Sehenswürdigkeit, wie es sie bis dahin noch nicht gegeben hatte.

Die Atmosphäre, die von den Räumen an Bord ausgeht, ist etwas, was kein anderes Objekt in dieser Natürlichkeit ausstrahlen kann. Die Seute Deern wurde auf der Werft Gebrüder Schröder in Emden – soweit möglich – mit erheblichen wirtschaftlichen Mitteln und auch Eigeninitiative in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt“.

Seute Deern Bremerhaven

Die Stadt Bremerhaven stellte freundlicherweise Mittel aus dem Morgenstern-Museum aus der großen Zeit der Seefahrt zur Verfügung. So wurde der alte hölzerne Windjammer 1966 nicht nur für Bremerhaven, sondern für jedermann ein Anblick, sobald er die Wasserkante und den Alten Hafen erreicht hatte.

Bremerhaven – Brücke nach Übersee. 1972 wurde die Bark dem Deutschen Schifffahrtsmuseum übergeben.

Die Maße der Seute Deern Bremerhaven:

Der Untergang der Seute Deern Bremerhaven

Die Seute Deern lief 1919 als Viermast-Gaffelschoner Elisabeth Bandi auf der Gulfport-Werft im US-Bundesstaat Mississippi vom Stapel. Wegen Wurm- und Muschelfraß musste das Holzschiff immer wieder gelenzt werden. (Lenzen ist das Abpumpen von Wasser).

Die Seute Deern Bremerhaven war eine hölzerne Bark und ein Restaurantschiff in Bremerhaven. Der Brand auf der Seute Deern am 15.02.2019 zerstörte das Segelschiff. Es sank am Freitag, den 30.08.2019 aufgrund eines Pumpenschadens im „Alten Hafen“. Laut Gutachten handelt es sich um einen Totalschaden.

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